Was ist der unterschied zwischen Horsemanship und ganzheitlich-friedvoller, lebendiger Kommunikation?
Auf dem ganzheitlich-friedvollen Weg des bedürfnisorientierten Zusammenlebens mit Pferden, geht es vornehmlich darum keine Manipulationstechniken, Trainingswiederholungen sowie Methoden und Techniken jeglicher Art anzuwenden. Denn:
Kommunikation ist eine dynamische Form des Miteinanders…
…die zu jedem Zeitpunkt die Flexibilität des Menschen braucht, um auf die Bedürfnisse, Ansprachen und Lebenssituation des jeweiligen Pferdes eingehen zu können. Die Herangehensweise des Horsemanship basiert jedoch auf der Grundlage, für das Pferd sinnloser, ambivalenter und inkongruenter Strukturen. Davon ab ist klassisches Horsemanship nicht an die echte Körper- und Energiesprache der Pferde angepasst sondern basiert auf Druck, der gegeben und genommen wird. Die Manipulation durch negative Verstärkung, die erst dann nachlässt, sobald das gewünschte Verhalten erzwungen wurde, ist fernab der Natur der Pferde.
Spüre, was deine eigene Intuition dir antwortet und frage dich: Ist Horsemanship wirklich friedlich und pferdgerecht?
Die Inkongruenz entsteht dort, wo das Pferd in seinem Menschen destruktive Energiestrukturen wahrnimmt, bei gleichzeitig machthaberisch angewendeten Verhaltensstrukturen (Gerten- oder Sticknutzung zum „Druckaufbau“, „Zeigen“, „(De)sensibilisieren auf Körperberührungen“, „Raum begrenzen“, usw.) die dem Pferd sein ursprüngliches Verhalten auf die menschlichen Energien dadurch verwehren.
Dies fördert das Pferd nicht in der Ausbildung seiner Persönlichkeit, seiner Essenz und seiner Entwicklung. Ein funktionierendes Pferd ist kein kommunizierendes Pferd, weil es von seinen natürlichen Fähigkeiten und Persönlichkeitsstrukturen abgeschnitten ist.
Deswegen folgen meine Kurse und Begleitungen diesen Rahmenbedingungen:
- Pferde werden nicht willkürlich in einem Roundpen geschickt. Der Ort an dem Pferd und Mensch zusammenkommen hat mindestens 20mx30m Größe und besitzt Ecken. Somit kann sich das Pferd entziehen und klar kommunizieren, wenn etwas im Sein mit seinem Menschen nicht in Ordnung oder unverstanden ist.
- Es werden keine Knotenhalfter, schwingenden Seile oder andere schwingenden Gertenmaterialien eingesetzt. So kommt es nicht zu unbewussten Energieübertragungen und Fehlkommunikationen, die das Pferd abstumpfen.
- Der menschliche Körper führt keine wiederholenden Bewegungen aus die, je öfter man sie reproduziert, zu Fehlkommunikation führen und ggf. so konditioniert in das Pferd hineingegeben werden.
- „Nein“ ist ein ganzer Satz. Auch bei Pferden.
- Ich gebe dir keine Techniken, die du wiederholend „lernen“ kannst. Dafür bekommst du das große Wissen der ganzheitlichen Kommunikation mit an die Hand, welches du täglich im Alltag mit deinem Pferd anwenden solltest. Für eine wahrhaftig gelebte holistische Kommunikation.
Und wer glaubt (s)ein Pferd führen (lernen) zu müssen, hat noch nicht erlebt, was es bedeuten kann sich gegenseitig freigeistig zu BegLEITEN. Denn eins weiß ich inzwischen ganz sicher, nachdem ich etliche Horsemanshipkurse selber besucht habe und zahlreiche Pferde gesprochen habe: Es ist nicht pferdegerecht!
Pferde sind als Fluchttiere darauf ausgelegt Energien wahrzunehmen. Diese können ihnen dienlich oder nicht dienlich erscheinen. So liest das Pferd seinen Menschen täglich aus und Pferd reagiert darauf. Zunächst im Verhalten und später meist mit chronischen Krankheiten.
Gleiches gilt für die operante Konditionierung (syn. Intrinzen, R+, Clickern etc.). Denn überall dort, wo Leistung an Essen für das Pferd geknüpft ist, wird manipuliert und echte Verbindung durch Kommunikation kann nicht zustande kommen oder wird unterbrochen.
In der Kombination mit der Tierkommunikation ist diese Form des Miteinander Seins mit der friedvollen Kommunikation, die höchste Form der gelebten Ganzheitlichkeit. Denn diese beginnt immer dort, wo beide Seiten wirklich gehört, ohne manipuliert zu werden.
Ist ein sicherer Pferdeumgang auch ohne Manipulation & „klassischer Erziehung“ überhaupt möglich?
Ja, sobald die intuitiven Fähigkeiten des Menschen und ein ganzheitliches Bewusstsein über Körper, Geist und Seele vorhanden sind, hat das Pferd ein natürliches Interesse mit seinem Menschen ins „Gespräch zu kommen“. Dann entsteht gelebtes und erfahrenes Selbst-Bewusstsein im Menschen, was dem Pferd automatisch Sicherheit vermittelt. So hat das Pferd ein intrinsisches Interesse sich dem Menschen anzuschließen und beide Parteien, Pferd und Menschen, erleben sich im sicheren Miteinander füreinander.
About the Author: Anna Hochberg
Professionelle Pferd-Mensch-Paarberaterin & Tierkommunikatorin. Ich möchte dir mit meiner Mission bewusst machen, dass eine Beziehung für dich und dein Pferd kreiert werden kann, in der jeder von euch grenzenlos ICH-Sein kann. Ein Raum zwischen einem DU und einem ICH, der aus Weichheit, Weisheit,Vertrauen und Liebe besteht.
Ich möchte dir versichern, dass es möglich ist, in dein Urvertrauen im Umgang mit deinem Pferd (zurück) zu finden.
Mensch und Pferd bestehen zu gleichen Teilen aus Körper, Geist und Seele. All diese Aspekte wollen zu gleichen Teilen berücksichtigt und in Heilung gebracht werden, um in Gleichklang, Lebendigkeit und Liebe in der Pferd-Mensch-Beziehung schwingen zu können.
Ich bin Jahrgang 1987 und lebe seit 1991 mit Pferden zusammen im selbstgeführten Offenstall. Ich bin noch sehr natürlich mit Ponys, mitten im Wald, groß geworden und möchte dich hier mitnehmen in meine erlebt, gefühlt und erfahrene Lebenswelt mit Pferden.
Bis heute begleiten mich meine Connemaraponystute „Milli“ (geb. 2003) und meine Trakehner-Vollblutstute Pina (geb . 2018).
Der ganzheitlich- friedvolle Weg mit meinen Pferden besteht aus dem Zusammenwirken der Tierkommunikation und der lebendigen Kommunikation, frei von Methoden und Techniken sowie manipulierenden Konditionierungen.



